Aidshilfe Saar

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Beratung von Migrantinnen und Migranten

 

Seit einigen Jahren nehmen immer mehr HIV-infizierte Menschen aus so genannten Hochprävalenzländern (HPL), Kontakt zur Aids-Hilfe auf. HPL sind Länder, in denen HIV unter der heterosexuellen Bevölkerung stark verbreitet ist. Dazu gehören vor allem die afrikanischen Staaten, die südlich der Sahara liegen.

Inzwischen begleiten und unterstützen wir Menschen, die aus mehr als 40 Staaten stammen. 

 

Frauen und Männer aus HPL bilden inzwischen bundesweit, aber auch im Saarland, nach Männern, die Sex mit Männern haben (MSM) die zweitgrößte Gruppe der mit HIV infizierten Menschen. Die Aids-Hilfe arbeitet deshalb bereits seit vielen Jahren eng mit Migrantenorganisationen zusammen.

 

Neben der allgemeinen Problematik von Menschen mit HIV und Aids haben Migratinnen und Migranten eine Vielzahl zusätzlicher Probleme: Sprachbarrieren erschweren die Integration in das Sozial- und den Zugang zum Gesundheitssystem. Ausländerrechtliche Probleme sind oft existenziell. Da die Mehrzahl aus Ländern mit fehlenden oder nicht finanzierbaren Behandlungsmöglichkeiten kommen, leben sie oft in Angst vor Abschiebung, Krankheit und Tod. Zudem macht die hochgradige Tabuiserung von Aids in den Herkunftsländern den Umgang mit der Infektion besonders schwierig.

 

Migrantinnen und Migranten stehen natürlich alle Dienstleistungsangebote der Aids-Hilfe offen. Zusätzlich unterstützen wir bei ausländerrechtlichen Fragen. Bei Bedarf können Dolmetscher hinzugezogen werden.

 



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